Füller-Fragen

Füllerfragen, die sich nicht auf konkretes Modell beziehen und in die Kommentare gehören, bitte hierher:


Daneben werden von mir bestimmte Beiträge oder Anfragen weiterhin für eigene Beiträge als Art Monatsbeiträge (wie die früheren Fine and Extra Fine). 


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Kommentare: 17
  • #1

    Alexandra (Samstag, 17 Dezember 2016 17:29)

    Hallo,

    ich habe einen alten Montblanc Füller meines Großvaters, ca. 70 Jahre alt. Sobald er kurz liegt, bildet sich am unteren Rand oberhalb der Feder ein Tintenrand. Bei Montblanc teilte man mir mit, dass es an der „Tinten-Zuführung/dem Zuführer“ liegen könnte. Zu Montblanc werde ich ihn nicht geben, da ich dort schlechte Erfahrungen gemacht habe. Sind Ihnen/Euch möglicherweise Privatpersonen/ Liebhaber oder Geschäftsleute bekannt, die einen alten Füller reparieren können? Selbstverständlich gegen Bezahlung.

    Vielen Dank,
    viele Grüße,
    Alexandra
    alexandrabosing@gmail.com

  • #2

    Paf (Samstag, 17 Dezember 2016 17:55)

    Halle Alexandra,

    da fällt mir Lutz Fiebig ein, interpens.de. Ansonsten habe ich das Problem noch nicht verstanden. Schicke mir doch Bilder an die Kontaktadresse direkt.

    Viele Grüße
    Thomas

  • #3

    Giselle (Montag, 02 Januar 2017 21:32)

    Hallo Thomas,

    an einer Stelle erwähnst du dass Tinte auf Moleskin-Papier zum Durchscheinen neigt. Mit welchem Papier oder Kalender hast du gute Erfahrungen gemacht?

    Liebe Grüße,
    Giselle

  • #4

    Paf (Montag, 02 Januar 2017 21:46)

    Hallo Giselle,

    ich habe immer einen Brunnen-Kalender Jahr für Jahr. Moleskin ist bekannt für sein Papier, das nicht füllergeeignet ist. Leuchtturm z. B. Habe ich nicht. Clairefontaine ist sehr gut. Mein Filofax ist einwandfrei.

    Wer eine ganz feine Schrift braucht, sollte einen Pilot Custom 912 oder 742 mit der Posting Nib überlegen. Die Schrift bleibt scharf auch bei schlechtem Papier. Dafür wurde die Feder ja gemacht.

    Viele Grüße Thomas

  • #5

    Lutz (Samstag, 04 Februar 2017 17:26)

    Hallo Alexandra,
    bist Du mit Deinem Montblanc weitergekommen? Ich habe einen 146 aus den 80iger Jahren mt dem gleichen Symptom eingeschickt. Montblanc hat für € 59 die gesamte Mechanik getauscht. Jetzt arbeitet er perfekt. Insofern ist meine erste Erfahrung mit dem Service sehr gut.
    Viele Grüße

  • #6

    Pens and Freaks (Samstag, 04 Februar 2017 17:30)

    Würde mich auch über ein Update freuen.

  • #7

    Alfred (Sonntag, 17 Dezember 2017 13:05)

    Hallo nochmal lieber Herr Baier, meine Frage wäre:
    Beabsichtigen Sie in Zukunft noch, sich in einem Erfahrungsbericht auch dem Lamy Aion ausführlicher zu widmen? Oder steht Ihnen dergleichen etwa völlig ab?
    Es ist mir bekannt, dass hierzu schon einschlägige Informationen vorliegen, allein mir ist gerade Ihr fachliches Urteil von großem Wert.

    Mit Dank und Gruß,

    Alfred

  • #8

    Pens and Friends (Montag, 18 Dezember 2017 00:32)

    Hallo Alfred,

    die Kappe soll wackelig sitzen. Das Handling soll ganz gut sein. Und endlich mal eine andere Feder, die aber schreibtechnisch nichts Neues bringt.
    Vorteil bei Lamy ist es, dass man Lamys leicht anschauen kann. Das wird hier nicht anders sein.

    Ich selber schreibe jeden Tag mit einem Lamy Studio.

    Mit freundlichen Grüßen
    Thomas

  • #9

    Stefan E. (Donnerstag, 21 Dezember 2017 19:31)

    Hallo Thomas,

    ich habe heute meinen neuen Lamy Aion Füller mit M-Feder bekommen. Ich besitze bereits einen Lamy 2000 (F) und einen Lamy cp1 (M). Mit dem cp-1 habe ich das ganze Studium über geschrieben inklusive zwei Staatsexamen und frage mich heute, wie ich damals mit so einem schmalen Füller zurechtkam. Heute sind mir breitere Formen lieber und so kommt der Lamy Aion gerade zur richtigen Zeit. Er liegt auch sehr gut in der Hand, eigentlich intuitiv. Beim Lamy 2000 ist es jedesmal zum Schreibbeginn das Problem, den richtigen Griff zu finden, so dass ich dann als irgendwie aufsetze und nach den ersten Schwüngen passt es dann erst. Anders eben beim Aion. Allerdings hat Lamy bei diesem Füller leider nicht alles richtig gemacht. Die Kappe verkantet, wenn mann Füller und Kappe nicht annähernd parallel zusammenführt. Außerdem hat man bei Lamy/Jasper Morrison zwar eine neue formschöne Feder designt, allerdings das altbewährte Standard Tintenleitersystem verbaut. Nun ist die neue Feder deutlich breiter als die bisherige Standardfeder. Hatte man zum Bsp. beim cp1 bisher eine Feder aufgesteckt, hatte diese ein wenig Spiel; bei der breiteren Aion Feder hat diese jetzt so viel Spiel, dass sie stets leicht schräg sitzt und hin- und her verschiebbar ist, je nachdem ob ich links oder rechts aufsetze (o.k., ist jetzt keine typische Nutzung, aber schief sitzt sie immer). Hierzu meine erste Frage: Ist das normal oder gar gewollt zum besseren Tintenfluss o.ä.? Zum anderen passen das Griffstück und der restliche Hohlkörper nach dem Zusammenschrauben nicht 100%. Der Werbebotschaft von Lamy folgend: "Gehäuse seidenmatt eloxiert aus nahtlos tiefgezogenem Aluminium" habe ich eine übergangslose Mittelpartie erwartet. Bei meinem Aion hat diese jedoch eine Unwucht. Auf der einen Seite passt es, auf der anderen Seite steht es minimal über. Sind das übliche Toleranzen. Klar wir reden von einem 50,- € Füller und nicht von einem Montblanc Meisterstück. Aber die Lamy Imagefilme versprechen irgendwie mehr. Anders als beim 2000er und beim cp1, bei denen ich bei beiden die Kappe aufsetze, schreibe ich beim Aion lieber ohne Kappe. Ich habe den Aion online bestellt (leider hat man im Fachgeschäft nur die Möglichkeit unter Aufsicht zu schreiben -wie in der Schule- das ist für mich dann leider nicht die richtige Atmosphäre, also online und in Ruhe ausprobieren) und bin mir noch nicht sicher, ob ich ihn behalten werde. Deshalb bin ich gespannt auf Ihre Antwort. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass Lamy an einigen Punkten mittelfristig nachbessern wird, da das Verkanten der Kappe anscheinend inzwischen allgemein bekannt ist. Im Lamy Shop in Heidelberg sagte man: "Ja, ja das wissen wir". Vielen Dank im Voraus und ich finde es toll, dass Sie eine so aufwendige Plattform betreiben.

    Viele Grüße Stefan E.

  • #10

    Pens and Freaks (Donnerstag, 21 Dezember 2017 19:42)

    Hallo Stefan,
    vielen Dank für Deine Nachricht und Dein Lob. Diese Kommentare und Fragen sind das Salz in der Suppe!

    Ich kenne den Aion bisher nicht. Bekannt ist mir der recht stattliche und leichte Aluminium-Corpus und die breitere "plumpere", Feder. Ich weiß auch von den Problemen mit der Kappe. Über Ungenauigkeiten am Corpusübergang und am Tintenaggregat habe ich hingegen noch nichts gehört.

    Es ist ja eher überraschend, dass Lamy sich für eine andere Feder entschieden hat, wo man bisher ja eher (selbst beim imporium oer dialog 3) auf ein anderes Federdesign verzichtet hat. Da wundert es nicht, dass man den Tintenleiter belassen hat.

    Nachbesserungen sind bei Lamy eher selten. Selbst beim Lamy 2000 wackeln die Clips in unmöglicher Weise z. B. bei vielen 4-Farb-Stiften.

    Bei den Kappen ist eine einwandfreie Funktion zu verlangen, ist sie doch essentiell (Austrocknungsschutz, fester und nicht wackeliger Sitz, dauerhafte Funktion).

    Zurückschicken oder beim Lamy-Service nachfragen. Ich glaube, dass man bei der Kappe es so belassen wird. Hmm. Sie Sache mit der Feder kann ich derzeit nicht einschätzen.

    Vielleicht haben andere Leser eigene Erfahrungen gemacht.

    Von einem neuen Lamy erwartet man in allen Preisklassen eine einzigartige Konstruktion in Design, Funktionalität und Dauerhaftigkeit. Irgendwie ein 70er-Jahre-Design.

    Viele Grüße
    Thomas

  • #11

    Pens and Freaks (Donnerstag, 21 Dezember 2017 19:45)

    Ergänzung

    Irgendwie ein 70er-Jahre-Design, ist das beim Aion ohne Pepp. Nur meine Meinung.

    Auf der anderen Seite ist der Studio ja auch so ein Langweiler. Er hat mich in den 90er Jahren sehr überrascht. Ein solch im Design nichtiger Lamy? Und dennoch hat er seine Freunde gefunden. Ich schreibe ja auch mit einem jeden Tag und habe mit einen palladiumbeschichteten mit 14K-Goldfeder vor kurzem gekauft. Never say never.

  • #12

    Alfred (Montag, 25 Dezember 2017 19:47)

    Ja, danke auch für das ausführliche Feedback, lieber Stefan! Ein wenig schade finde ich es gerade bei diesem Modell, dass der Tinte nicht so großzügig, gut und saftig fließt wie beim 2000er aufgrund des integrierten Standard-Tintenleitsystems - es hätte meiner Meinung nach vortrefflich dazu gepaßt. OK, das kann man noch richten - aber in Grenzen. Offenbar aber stellt es deswegen und aus einer Vielzahl anderer Gründe dann doch keine "Konkurrenz" zu Lamys Flagschiff-Füller dar, wie manche meinen. Obwohl man nicht in jeder Annäherung eine Konkurrenz sehen muß.
    Zum Punkt der hin- und her verschiebbaren Feder: Das kenne ich als recht altgedienter Lamy-Nutzer in mal mehr, mal weniger starker Ausprägung bei den Heidelbergern quer durch die Bank, bei sowohl "leicht" - als auch mittelpreisigen bis Oberklasse-Modellen. Die Federn sind eben nicht fix mit dem Leiter verbunden bzw. Bügelmaße variieren minimal. Empfinde ich als etwas unschön, manchmal auch leicht störend,ist jedoch meist durch einen Austausch der Feder ziemlich erledigt (obwohl man es mit diesem wiederholten Ab- und Aufsetzen keineswegs übertreiben sollte, aus ebendem Grund). Dass diese, sagen wir, leichte "Problematik" oder Unbequemlichkeit mit dem breitschwingigen Aion-Nagel tendenziell eher zunehmen sollte, scheint mir plausibel zu sein.
    (P.S.: Sieht man allerdings die Vorteile die sich durch dieses Baukastenprinzip ergeben, machen die den kleinen Kompromiß mehr als wett...)

    Herzliche Grüße
    Alfred.

  • #13

    Alfred (Freitag, 19 Januar 2018 19:34)

    Nachtrag:
    Habe nach einigem Probeschreiben meinen Aion heute erworben und kann schon knapp zu den paar von Stefan angesprochenen Punkten berichten:
    a) Nein meiner hat keine Unwucht. Scheinen mir keine hinnehmbaren Toleranzen zu sein.
    b) Die so stark rutschende Feder ist ebenfalls beim Aion nicht normal, ich habe es jetzt auch hier jetzt definitiv. Andere Form hin oder her.
    c) Das so häufig beklagte "Ratteln" der Kappe beim Schütteln des Halters ist einzig und allein auf ein nicht ordnungsgemäßes Aufstecken zurückzuführen, ich habe das jetzt vollständig nachvollziehen können. Dass die Feder leicht verharkt, bleibt ein klarer Kritikpunkt.
    Ansonsten schwebe ich momentan aber in allen Wolken. Ein traumhaftes Schreibgefuehl mit einer zwar rigiden, aber hervorragend eingestellten bzw geschliffenen und recht nass schreibenden Feder selbst mit dem Lamy-Blau.
    Die Gewichtsverteilung ausgezeichnet, ein hochwertiges, seidenweiches Anfassgefuehl bei aller zugleich vermittelten Stabilität - herrlich (dabei auch insgesamt nicht zu schwer, das gute Teil!) .
    Das satte Klicken nicht zu verachten, bei dem man sich aber offenbar einiges gedacht hat....
    Wenn das so bleibt , wird das einer meiner Favoriten werden.

    Die positiven Stimmen scheinen diesbezüglich in summa auch klar zu überwiegen.

    Liebe Grüße an alle!

    Alfred.

  • #14

    Alfred (Freitag, 19 Januar 2018 19:36)

    ...dass die Kappe (statt "Feder", im Text) leicht verharkt, muss es natürlich heißen...Lach!

  • #15

    Pens and Freaks (Freitag, 19 Januar 2018 21:10)

    Danke, Alfred, für Deine Erfahrungen. Prinzipiell ist der Aion und jeder neue Lamy Interesse für viele. Die neue Feder scheint ein positiver Faltor sein.

    Viele Grüße
    Thomas

  • #16

    Alfred (Mittwoch, 07 Februar 2018 15:12)

    Was ist eigentlich aus Ihrer Sicht von dem öfter gehörten Vorschlag zu halten, den Füller unter Zusatz von etwas Spuelmittel zu reinigen?
    Schäden bzw. Funktionsstoerungen?

    Danke der Antwort und Gruss,

    Alfred

  • #17

    Pens and Freaks (Mittwoch, 07 Februar 2018 20:59)

    Hallo Alfred. Das kann man machen, aber warum? Dann aber sehr gut spülen, damit der Tintenfluß nachher nicht zu stark wird.
    Hochgesättigte oder auch rote Tinte verfärbt gern. Immer überlegen, ob es nicht eine leicht lösliche Tinte sein kann.

    Viele Grüße
    Thomas