10/2013

In diesem Beitrag einige Anmerkungen zu Daily Writers und Füllhalterwünschen für die (nahe) Zukunft. 

 

Die letzte Anschaffung war ein Sheaffer Legacy, den ich schon lange haben wolle. Der Palladium Deep Cut mit 18-K-EF-Feder, eine gelungene Mischung. Ein weiterer Sheaffer ist auf dem Weg und soll den Targa mit F in Laque Thuya, den ich schon länger zur Schonung weggelegt hatte, ersetzen. Wenn eine Einlegefeder von Sheaffer, der "Fish", paßt, so sind das ideale Federn. Ob der Tintenleiter bei der F-Feder genausogut ist, wird sich zeigen. Mal sehen.

 

Bei den vorherigen Anschaffungen sind die TWSBI in vielfältiger Ausführung und Füllung absolut bewährt und werden täglich eingesetzt. TWSBI 540 Smoke, F mit der wunderbaren Alt-Goldgrün von Rohrer und Klingner, ein Vac 700 Smoke mit der de Atramentis Dunkelblau und ein Vac 700 Clear mit der Sailor Grenadine, dann zwei Clear-580er mit F und EF, ersterer mit Sailor Apricot, der zweite mit Kaweco Grün. Und schließlich noch ein Clear-540er mit einer wunderbaren 1.1 mm-Stub und der Pelikan Tanzanite für die vielen vielen täglichen Unterschriften. Das sind sechs TWSBI jeden Tag. Einen zunehmend immer wichtigeren Beitrag leistet der Platinum Century mit der Soft Fine und der de Atramentis Orientrot. Eine wirklich immer besser schreibende elastische Feder, die sehr viel Gefühl vermittelt. Der Corpus ist etwas leicht und kurz, das Material hat nicht die Gediegenheit wie bei Sailor oder Montblanc. Aber es ist ein sehr funktioneller Füller mit sicher schließneder Kappe, die mehr als ein Jahr zuverlässig abdichten soll. Ich denke, Patinum-Modelle können auch in Zukunft hinzukommen, leider gibt es keine Soft-Feder bei den President. Sonst sollen die Federn absolut rigide sein. 

 

Wechselnd schreibe ich mit drei Lamy 2000 aus Makrolon, mein alter EF und zwei F sind im Einsatz, die F sind als Standardschreibfedern sehr gut geeignet, da sie häufig sehr gut laufen und nicht diesen engen Sweet Point der EF haben und zudem wesentlich smooother sind. Die eine F hat immer die Parker Permanent Blue und bei der zweiten wird probiert. 

 

Mein M1000 von Pelikan hat momentan auch die Alt-Goldgrün, die mit der elastischen EF-Federn gut harmoniert. 

 

Überhaupt ist diese Tinte eine große Entdeckung für mich. Ich mag sie sehr. Ansonsten stelle ich immer wieder fest, daß manche Modelle mit bestimmten Tinten sehr gut zurechtkommen und andere schmähen. Das ist ganz besonders auch bei den alten und neuen TWSBI so. 

 

Momentan wird diskutiert über die Permanent-Tinten von Montblanc in Blau und Schwarz. Sie haben sogar eine ISO-Zertifizierung für die Dokumentenechtheit. Ganz offen kundig handelt es sich dabei um modern zubereitete Tinten. Ich könnte mir eine Nano-Technologie vorstellen. Was man bisher sehen kann, ist, daß diese Tinten recht kompakt laufen und nicht durchschlagen. In der Farbauswahl wird man allerdings an einen Filzstift erinnert und mir fehlt die lebendige Frische der Midnight Blue, die ja in der Patronenform für das Faß wiederkommen wird, allerdings ohne Eisengallus. Der Preis der 60-ml-Fäser der neuen Permanenten ist mit 22 Euro 9/13 sehr hoch, für mich aus prinzipiellen Gründen viel zu hoch.

 

In Zukunft werde ich Tinten eher sparsam zukaufen, die anderen müssen ja auch einmal weg. Die fast geleerte Pelikan Tanzanite muß aber nachgekauft werden. Ich brauche sie einfach im täglichen Einsatz. Dabei kommt mir zugute, daß die TWSBIs nicht austrocknen und die Tinte somit sehr ökonomisch aufgebraucht werden kann.

 

Was könnte an Füllern kommen? Vielleicht ein alter Sheaffer Crest, ein Visconti mit einer Pd-Dreamtouch-Feder, ein Izumo von Platinum vielleicht? Ein Conway Stewart oder ein weiterer Edison mit einer Goldfeder? 

 

Abschließend in eigener Sache: Kurzfristig werde ich auf pens-and-freaks.com umstellen. Es kann nicht mehr lange dauern. Die de-Seite fällt dann weg.

 

Viele Grüße

Thomas von pens-and-freaks