Mein Erfahrungsbericht über den Lamy 2000

 

EINLEITUNG:

Ich habe vor fast 10 Jahren einen Lamy 2000 Füllhalter geschenkt bekommen und habe ihn seither in der Rotation der Schreibgeräte teils vereinzeit, teils aber (in letzter Zeit) häufiger eingesetzt. Daß er aus meiner badischen Heimat stammt und ich zu Studienzeiten in der Nähe gewohnt habe (und beim ALDI genau nebenan in Heidelberg-Eppelheim eingekauft habe), weckt natürlich alte Erinnerungen.

 

OBERFLÄCHE:

Es gibt am Markt wenige Füller, die hochwertig sind (Material, Langzeitqualität, Feder- und Schreibqualität) und gleichzeitig unter vielen verschiedenen Bedingungen einsetzbar sind. Gerade wir Ärzte haben im rauhen Alltagseinsatz mit guten Füllern so unsere Schwierigkeiten. Gerade Desinfektionsmittel setzt den meisten hochwertigen Kunststofföberflächen massiv zu (matte Stellen). Und da ist der Lamy 2000 eine hervorragende Ausnahme, ohne daß man auf die schweren unbalancierten Metallschreibgeräte ausweichen muß. Die Oberfläche aus glasfaserverstärktem Makrolon wird mit der Benutzung glänzender, was nichts ausmacht, sie läßt sich aber problemlos aufrauhen, Lamy hat entsprechende Materialen, die zur Verfügung gestellt werden. Abnutzungserscheinungen im eigentlichen Sinne gibt es nicht.

 

KAPPENSITZ:

Die Kappe, die sich leicht und sicher benutzen läßt, halte ich auch für einen Pluspunkt für einen Alltagsschreiber, denn sie läßt sich dauerhaft bequem abziehen und aufsetzen. Nur nach einem Sturz kann es passieren, daß sich im Innern die Hlatestifte verbiegen, und die Kappe dann nur auf stärkeren Druck arretiert (das ist mir mal passiert, hat aber Lamy kostenlos behoben). Die von mir immer angesprochene Kappenabdichtung ist einwandfrei, wenn der Füller mal nicht benutzt wird, so trocknet er nicht schnell aus.

 

CLIP:

Einfach perfekt, kein Ausleiern, keinerlei Probleme.

 

HANDLING / BALANCE:

Das ist natürlich Geschmackssache, ich persönlich schätze das Gewicht, die Länge, Dicke des Corpus, ermüdungsfreies Schreiben ist sicherlich für viele möglich.

 

FÜLLMECHANISMUS:

Hier gibt es natürlich Serienschwankungen, mein Lamy 2000 läuft beim Aufziehen etwas "eckig", vielleicht hilft tatsächlich Öl, ich habe es nicht ausprobiert. Hakeliges Aufziehen kenne ich aber auch von Pelikan, insgesamt ist der Mechanismus jedoch wohl von hoher Lebensdauer, ich habe bislang diesbezüglich nichts Schlechtes gehört oder erlebt.

 

TINTENFLUSS / AUSLAUFSICHERHEIT:

Der Tintenfluß der von mir ausprobierten Federn war unterschiedlich, insgesamt in der Mehrzahl sofort anschreibend, kräftig (sorgt für leuchtende Farben). Insgesamt halte ich den Tintenfluß für sehr gut und zum Besten gehörend, was heutzutage angeboten wird (Ausnahme Ebonit-Tintenleiter natürlich). Das kommt z. B. bereits einem Montblanc Meisterstück No. 12 oder 14 recht nahe. Überwiegend ist die Auslaufsicherheit bei Temperaturschwankungen gut, bei deutlich geleertem Tintentank hingegen kommt es vor, daß sich Tinten an der Spitze sammelt. Im Flugzeug habe ich solche Probleme nicht gesehen. Ein ebenfalls funktioneller Alltagsschreiber, der historische Parker "51" hat wesentlich unangenehmere Auslaufeigenschaften, der MB 14 ist etwas auslaufsicherer, aber empfindlicher in der Oberfläche (Plexiglas).

 

FEDERQUALITÄT:

Ich habe einige Federn probiert - es stimmt, die Federstärke fällt sehr breit aus, ein M ist im Grunde ein kräfitges B bei der Konkurrenz, warum muß das so sein? Ich werde mal gelegentlich an Lamy mailen und anfragen. Ich habe kratzige, bei Schrägfedern häufig quietschende Federkörner erlebt, die Serienschwankungen scheinen - wie bei vielen Herstellern (auch bei Pelikan!) - ausgeprägt zu sein. Daher sollte man im Fachgeschäft probieren (sofern überhaupt genügend Exemplare vorrätig sind). Ich habe eine OM-Feder, die wie einen OB- bis OBB-Feder schreibt, mit gleich breitem Auf- und Querstrich, eine Strichvariation wird also nicht geboten (habe dies früher bei Lamy nachgefragt), ansonsten ist aber der Lamy-Service für spezielle Federwünsche durchaus aufgeschlossen.

Die rhodinierte 14 K-Goldfeder hat ansonsten etwas Flex und hat ein weiches Schreibkorn - somit ist komfortables weiches Schreiben möglich, ohne daß eine gefürchtete Schwammigkeit beim Schreiben auftritt. Anschreibprobleme hat meine aktuelle Feder nie, Aussetzer gibt es nicht.

 

FAZIT:

Der Lamy 2000 gefällt oder er gefällt nicht, mancher kann sich für ihm eventuell wegen seiner großen Funktionalität vielleicht doch zum Kauf bewegen lassen - in jedem Falle ist der 2000 einer der letzten Füller, die man nahezu unter allen Bedingungen gut einsetzen kann, an seiner Langzeittauglichkeit habe ich keinen Zweifel. Ansonsten kann ich den Lamy-Service nur loben, man scheint den 2000 dort noch so zu mögen, daß man mit den 2000-Kunden freundlich und kulant umgeht. Als Kritikpunkt bleiben die in Einzelfällen nicht immer optimale Auslaufsicherheit. Die Schwankungen in der Federfertigungsqualität mahnen zur Vorsicht vor einem Schnäppchenkauf und ermutigen zum großzügigen Ausprobieren.

Die robuste Oberfläche und die ebenfalls hochwertigen 2000-Serie-Schreibgeräte Druckbleistift, Kugelschreiber (man verzeihe mir: ich benutze den KS täglich - sicherlich einer der funktionellsten Kugelschreiber am Markt, wenn man die Größe und die spitz zulaufende Griffzone mag) und vor allem der 4-Farb-Kugelschreiber sind empfehlenwerte Ergänzungen.

Der Lamy-2000-Serie wünsche ich noch ein langes Leben. Diese Serie ist Funktionalität pur ohne protziges Gehabe. Ich hoffe auf weiterhin ausreichende Verkaufszahlen, damit Lamy nicht daran denken möge oder kann, die Serie vielleicht doch einmal auslaufen zu lassen.

 

2.11.2003

Handgeschrieben

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Kommentare: 32
  • #1

    Thomas von pens-and-freaks.de (Samstag, 14 Juli 2012 18:59)

    Liebe Leser,
    ich bin gespannt, wenn ich meinen neuen Edelstahl-Lamy-2000 habe. ICh werde dann gelegentlich über ihn berichten. Gerade die Oberfläche und auch das Gewicht werden interessant sein.
    Thomas

  • #2

    pens-and-freaks (Montag, 29 April 2013 19:30)

    Nach fast zehn Jahren werde ich in Kürze einen neuen Erfahrungsbericht über den Lamy 2000 vorstellen. In der Zwischenzeit habe ich Erfahrungen mit mehreren Exemplaren der Stärken EF, F, B und BB (von früher her kannte ich auch die OM). Ein solches Update muß mal wieder sein. Insbesondere da sich Preise der Konkurrenz und die Konkurrenzsituation ebenso geändert haben.

  • #3

    pens-and-freaks (Freitag, 21 Juni 2013 22:18)

    Stephan schrieb heute:

    "Die Meisterstücke sind wirklich sehr schön. Aber mit der Feder meines MB 149 komme ich einfach nicht klar. Zudem hat das gute Stück Probleme mit dokumentenechter Tinte. Die Anschreibprobleme nerven
    einfach.

    Ich habe mir nach langer Recherche vor zwei Tagen einen Lamy 2000 mit einer B-Feder gekauft und bin absolut begeistert: super verarbeitet und ausbalanciert, keine Anschreibprobleme und selbst mit der
    dokumentenechten MB-Tinte ein satter Tintenfluss! Der Lamy 2000 schreibt selbst dann auf Karteikarten sofort an, wenn ich ihn länger offen auf meinem Schreibtisch habe liegen gelassen. Das hat mein
    149er nicht getan.

    Ich glaube, dass ich den perfekten Füllhalter für meinen Alltag gefunden habe. Und das Design überzeugt mich auch.

    Stephan"

  • #4

    Susanna (Dienstag, 09 Juli 2013 12:32)

    Ist dieser nicht sehr ähnlich? Der 2000 ist bischen teuer, denkt ihr der hier wäre ein guter Ersatz?

    http://www.papierfischer.de/shop/lamy-studio-palladium.html

  • #5

    Thomas PAF (Dienstag, 09 Juli 2013 23:11)

    Hallo Susanna. Zwei Füller, zwei verschiedene Konstruktionen. Man kann bei solchen Entscheidungen anraten, das auszuprobieren. Nicht jeder Schuh paßt jedem. Und genauso ist es hier. Feder und Handlung des 2000 sind ganz anders als bei den anderen freistehenden Lamy-Federn. Der Preis, glaube mir, ist so eine Sache. Manchmal bezahlt man hinterher zweimal (oder mehrmals).
    Also: ausprobieren!

    VG Thomas

    P. S.: Der dialog 3 hat die gleiche Goldfeder wie der Accent oder Studio

  • #6

    Susi (Dienstag, 16 Juli 2013 12:27)

    Ist dieser Füller hier ähnlich von der Schreibqualität wie der 2000?
    http://www.papierfischer.de/shop/fueller-lamy-studio-065-stahl-matt.html

    Ich habe mir dieses Modell bestellt, da es einwenig günstiger ist, als der 2000.
    Hat jemand von Ihnen auch Erfahrung mit Pelikanfüllern? Ich wollte mir eventuell diese Modell bestellen:

    http://www.papierfischer.de/shop/pelikan-fueller-souveraen-m200-schwarz.html
    http://www.amazon.de/Pelikan-948455-F%C3%BCllhalter-Classic-Federst%C3%A4rke/dp/B0018ZFBCS/ref=sr_1_14?ie=UTF8&qid=1373970401&sr=8-14&keywords=pelikan+f%C3%BCller

  • #7

    Thomas (Dienstag, 16 Juli 2013 21:44)

    Hallo Susi. Ich schreibe auch jeden Tag mit einem Studio. Die teilverdeckte Feder des 2000 schreibt ganz anders. Der M215 ist recht klein ohne Kappe und die feinen Federn sind recht hart und toooothy.

    Ausprobieren ist da nötig. Dann hast Du den Vergleich.

    VG Thomas

  • #8

    Susi (Mittwoch, 17 Juli 2013 12:38)

    Danke für die schnelle Antwort :)

  • #9

    Adriana (Mittwoch, 17 Juli 2013 12:40)

    Wieso ist die Feder bei dem 2000er eig. teilweise verdeckt? Ist das rein aus optischen Gründen oder macht es einen Unterschied beim Schreiben?
    lg Adriana

  • #10

    PAF (Mittwoch, 17 Juli 2013 21:09)

    Weil es in den 60ern nach dem Riesenerfolg des Parker "51" chic war, teilverdeckte Federn anzubieten. Die schmalen, teils röhrenförmigen Federn haben keine Elastizität. Beim 2000er wurde die Feder des Lamy 27 von 1952 übernommen und vom Vorderteil zum Großteil verdeckt. Man kann das sehen, wenn man das Vorderteil abschraubt. Solche Federn sind teils schwerer zu kontrollieren als freistehende. Man muß das probieren.

    VG Thomas

  • #11

    Jörn (Freitag, 20 Dezember 2013 10:46)

    Hey,
    ein sehr guter und detaillierter Erfahrungsbericht! Die Schwankungen in der Fertigungsqualität kann ich nur bestätigen!

    Gruß
    Jörn

  • #12

    pens-and-freaks (Freitag, 20 Dezember 2013 20:24)

    Grazie. Ein Uraltbericht, war ja mein erster.

    VG Thomas

  • #13

    Pens-and-Freaks (Sonntag, 01 Februar 2015 20:51)

    Achim schrieb mir:

    "Hallo Thomas!
    Ich habe eine Frage zum Lamy 2000 Füllfederhalter:

    Vor einigen Jahren, ich glaube, es war das Jahr 2009, wurde das Lamy-2000-Vorderteil ausgetauscht und erneuert – wegen der bekannten Probleme mit Undichtigkeiten usw. Wie unter „Lamy 2000 – das geänderte Frontteil“ zu lesen und zu sehen, ist es nun aus Metall. Dadurch wird es schwerer: um 4 Gramm und der Schwerpunkt wird Richtung Federspitze verlagert. Zweifellos hat Lamy damit bestimmte Probleme gelöst.

    Nun zu meinen Fragen, die ich im erwähnten Artikel nicht hinreichend genau beantwortet fand:

    Stellt diese Veränderung im Hinblick auf Schreibkomfort und Ermüdung der Hand eine Verschlechterung dar, eine Verbesserung oder ist es gleichgültig? Ich finde die Frage recht schwierig zu beantworten, da das Mehrgewicht kaum spürbar ist. Meine Frau, die von den Unterschieden nichts wußte, bemerkte bei einen Vergleich zwischen am alten, leichteren Lamy 2000 und dem neuen, schwereren Lamy 2000 nicht.

    Für die Mühen der Antwort danke ich im voraus.

    Mit besten Grüßen
    Achim"

  • #14

    pens-and-freaks (Sonntag, 01 Februar 2015 21:00)

    Hallo Achim,
    vielen Dank für die Frage. Gerade Infos zum Lamy 2000 liegen mir immer sehr am Herzen.
    Lamy tauscht bei einer Reparatur alte Vordetteile IMMER gegen die neuen aus. Wenn man die alten Vorderteile mag, dann muß man sich einen alten Lamy 2000 besorgen und hoffen, daß nichts passiert. Bei meinem 1994er ist das Vorderteil bis heute dicht.
    Zunächst hat mir das neue Metallvorderteil nicht zugesagt. Ich empfand die leichte Hand, die sich aus einer eher neutralen Balance entwickelt, eher angenehm. Inzwischen habe ich drei mit dem neuen Vorderteil und zudem den schweren 2000 Metall.
    Ich habe mich an die neuen Griffstücke so gewöhnt, daß ich sie heute als angenehmer empfinde, weil der andere Schwerpunkt in Richtung Feder mir ein satteres Schreibgefühl verschafft. Das ist sehr subjektiv und auch eine Sache der Gewöhnung, wie eine neue Brille.

    Letztlich ist es aber eine rein persönliche Einschätzung, merklich ist der Unterschied aber doch ganz deutlich.

    Viele Grüße
    Thomas

  • #15

    Jan Peters (Donnerstag, 14 Mai 2015 14:16)

    Ich habe auch den Lamy 2000 in Edelstahl, ich habe mir ihn online gekauft.Was im Nachhinein ein Fehler war, da ich die Feder nicht gut finde. Ich bin sonst weichere Federn gewöhnt. Ich suche Momentan nur noch eine passende Tinte, da die Lamy Tinte meiner Meinung nach nicht deckend genug ist und nicht hochwertig genug ist (im vergleich mit anderen Tinten zB. Montblanc)

  • #16

    Pens-and-Freaks (Donnerstag, 14 Mai 2015 19:54)

    Ich interpretiere dies als Anfrage. Weiter unter Tinte / Tintenfrage 5/2015 Nr. 2

  • #17

    Heike (Samstag, 27 Juni 2015 18:22)

    Hallo lieber Thomas,
    wie erkenne ich eigentlich, welche Federstärke mein Lamy 2000 hat? Es steht ja nicht erkennbar auf der Feder, und die Unterlagen habe ich weggeworfen... Mein Exemplar kommt sicher vom Anfang der 90er Jahre, damals wollte ich "nur" gut schreiben, mittlerweile ist mehr aus dem Hobby geworden und die Neugierde ist da.

  • #18

    pens and freaks (Sonntag, 28 Juni 2015)

    Liebe Heike,

    Griffdzück abdrehen, Federaggregat nach hinten herausfrücken. Dann läßt sich die Stärke auf der Feder ablesen.

    Aufpassen brim Aufschrauben, daß der Metallring nicht eingeklemmt wird.

    Ich selber mache die 2000er nie auf.

    Viele Grüße
    Thomas

  • #19

    Heike (Montag, 29 Juni 2015 16:39)

    Lieber Thomas,
    danke für die schnelle Antwort!
    Hmmm.... wenn Du Dich als Experte schon zurückhältst, dann schraube auch ich meine Neugierde wohl besser zurück und den Füller lieber nicht auseinander. Ich schreibe gut mit meinem Lammy 2000 weiter, ohne zu wissen, welche Federstärke ich denn da benutze - besser als später zu wissen, mit welcher das Schreiben gut funktionierte, als der Füller noch nicht zerlegt war, und ihn dann nicht mehr richtig zusammensetzen zu können ;-) !
    Nichts für ungut,
    Heike

  • #20

    pens and freaks (Montag, 29 Juni 2015 18:46)

    Hallo Heike, schicke mir doch über die Kontakt-Mail eine Schreibprobe.

    VG Thomas

  • #21

    Pens-and-Freaks (Mittwoch, 01 Juli 2015 20:22)

    Als Abschluß: Nach der Schreibprobe halte ich die Feder für eine M. Das habe ich Heike persönlich mitgeteilt. Vielen Dank bei der Gelegenheit für die Anfrage/den Kommentar

  • #22

    Heike (Mittwoch, 01 Juli 2015 22:21)

    .....und erst recht von mir herzlichen Dank!
    Jetzt fische ich nicht mehr völlig im Trüben, musste meinen Füller weder als Laie auseinanderschrauben noch den Weg ins Fachgeschäft antreten, wo ja auch nicht immer wirkliche Experten arbeiten.
    Danke, Thomas, für Deine Bemühungen! Und schön, dass es dieses gut aufgemachte Forum gibt. Weiter so!
    Heike

  • #23

    pens-and-freaks (Samstag, 28 November 2015 22:46)

    Kommentar von Uwe:

    "Besonders freue ich mich darüber, dass mich das Lesen der schönen Beiträge motiviert haben, mal wieder eine Anschaffung zu machen. Es wurde - nach jahrelangem Zögern und Aufschieben - nun endlich ein Lamy 2000 (01 - F).

    Ich war lange durch viele Informationen aus dem Web über die Unregelmäßigkeiten bei den Federn schwer verunsichert. Und der oft gelesene Rat, den Füller im Fachhandel unbedingtauszuprobieren ist wohl gut gemeint, aber nach meiner Erfahrung selbst in einer großen Stadt nicht ganz problemlos möglich. Entweder gibt es kaum Auswahl oder man ziert sich und besteht im Voraus auf Kauf nach der Probe. Zudem ist der Preisunterschied zwischen Fachhandel und Onlineshop (ca. 55 €) doch sehr extrem für ein Probeschreiben.Ich bin das Risiko also eingegangen, habe den Füller bestellt und habe wohl großes Glück gehabt!

    Meine F-Feder schreibt jedenfalls noch deutlich feiner als die Edelstahl-F-Feder meines Lamy Accent! Und sie schreibt wunderbar weich mit einem ganz leichten (angenehmen) Geräusch. Der Tintenfluss ist tatsächlich - wie überall beschrieben - herausragend! Und über das Design brauche ich ja gar nichts zu schreiben - das Original sieht nochviel schöner aus als alle gesehenen Fotos! Kurz: ich bin völlig begeistert - und ich überlege, ob ich nicht alle anderen Füller vorerst trocken lege, weil ich im Moment eigentlich nur noch mit meinemneuen Lamy 2000 schreiben möchte.
    Also an dieser Stelle nochmal: Vielen Dank für die tolle Seite!

    Gruß aus Hamburg
    Uwe"

  • #24

    pens-and-freaks (Samstag, 28 November 2015 22:51)

    Den Kommentar von Uwe haben ich nochmals dorthin kopiert, wo er als Lob für den Lamy 2000 stehen darf. Vielen Dank nochmals für die Rückmeldung.

    Nachdem scheinbar vor einigen Jahren zum 2000 alles gesagt worden war, finde ich diese Aha-Erlebnisse zum 2000 immer recht spannend. Es ist und bleibt ein besonderer Füller, auch dann, wenn er eher respektiert als täglich verwendet wird. Viele verwenden ihn aber täglich als Werkzeug (ähnlich wie einen Pelikan M400) und werden mit ihm glücklich.

    Ich werde jedenfalls diesen Kommentar zum Anlaß nehmen, mit einem meiner F-2000er (den mit der breiteren Feder, leider, aber mit dem gleichmäßigen Fluß) wieder mehr zu schreiben. Ich werde ihn auch beruflich ab nächsten Mittwoch nach meinem Übersee-Aufenthalt wieder mehr einsetzen.

    Viele Grüße
    Thomas

  • #25

    pens-and-freaks (Samstag, 28 November 2015 22:52)

    Bitte unter Aktuelles meine Bemerkungen zum 2000er einsehen.

  • #26

    Immo Lünzer (Mittwoch, 16 März 2016 18:13)

    Guten Tag.

    Seit 50 Jahren bin ich Fan von diesem superschönen Füller mit dem ich - schon als Schüler - seit 1966 schreiben durfte (& mich damals wie ein Avantgardist fühlte).

    Der Füller wurde einmal erneuert (weil leider irgendwie 'verlegt') - Kuli und 'Bleistift' habe ich noch aus dieser Zeit - plus 2 Kulis in Holz.

    Ich hoffe sehr, dass LAMY zum 50. Jubiläum ein Sondermodell heraus bringt: z. B. einen Holzfüller - oder einen '2066'!?

    Es lebe die Handschrift

    Immo Lünzer

  • #27

    Pens and Freaks (Mittwoch, 16 März 2016 21:47)

    Hallo Immo,

    Vielen Dank für Deine Nachricht. Schön, daß Du so lange den 2000 treu bist.

    Wir würden uns über Bilder von den alten Schätzchen freuen. Das wäre Klasse.

    Viele Grüße
    Thomas

  • #28

    Pens and Freaks (Montag, 04 September 2017 21:47)

    Siehe auch Kommentare unter:

    https://www.pens-and-freaks.com/tinte/tintenfrage-5-2015-nr-2/

  • #29

    Alfred (Freitag, 10 November 2017 22:21)

    Habe seit langer Zeit meinen alten 2000er wieder in Betrieb genommen - und wusste nicht, wie mir geschah. Es ist schier unglaublich, wie sehr dieser Halter den eigentlich schon sehr gut schreibenden Safari hinter sich läßt, dessen Leistung mich zuvor in der Seele erfüllt hatte - jetzt mag ich ihn kaum mehr in die Hand nehmen. Das Bessere ist der Feind des Guten.
    Wenn Sie nun also, lieber Herr Baier, schreiben, dass ein Montblanc 12/14 mit Ebonit-Leiter -
    im Prinzip - hier abermals überlegen sei, muss ich mich dann doch wirklich fragen, wie das noch gehen soll?! Der 2000 berührt kaum das Papier und schon fliesst die Tinte höchst reichlich und gleichmäßig vom Anfang bis zum Ende mit erheblicher Auslaufsicherheit. Selbst wenn man die in meinem Fall sehr biegsame, wenig rigide Feder hohem Schreibdruck aussetzt, macht das der Feeder ohne zu mucken mit.

    Viele herzliche Gruesse!

  • #30

    Alfred (Freitag, 10 November 2017 22:33)

    Ich erlaube mir dies mit einer Frage zu verbinden: Wie würden Sie persönlich den Lamy 2000 auf einer Skala von 1-10 (wobei 1-trocken und 10-extrem nass ist) einstufen? Getrauen Sie sich anhand Ihrer mit dem Modell gemachten Erfahrungen überhaupt eine möglichst objektiv gehaltene Einschätzung zu?
    Es könnte ja durchaus sein dass ich aufgrund der Serienschwankungen eine ziemlich Tintenschleuder erwischt habe, der ich mindestens die 7, wenn nicht 8 geben würde (mittlere Federbreite).
    Vielen Dank im Voraus für die Antwort!

  • #31

    Pens and Freaks (Samstag, 11 November 2017 15:44)

    Hallo Alfred,

    die Zahl luegt eher hoch, hängt aber ganz wesentlich mit der Tinte zusammen. Der Lamy ist auf die trockene Lamy blau eingestellt.

    Auf derSkala um 8.

    Standard ist immer die Waterman Serenity Blue. Damit muss es gut gehen.

    Viele Grüße Thomas

  • #32

    Pens and Freaks (Sonntag, 12 November 2017 17:46)

    ... liegt ...

    muss es natürlich heißen.