149 – 146 – 144G
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Von Erasmus 5/14
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Wie ich sie sehe: Montblanc Meisterstück 149 und 146

Wieviele Füllhalter habe ich inzwischen vorgestellt? Ein neuzeitliches Montblanc Meisterstück war jedenfalls nicht darunter. Zufall oder Absicht? Jedenfalls interessieren sich Füllhalterfreunde aus verschiedenen Gründen für die großen Kolbenfüllhalter der Marke, die das Gesicht dieser Marke sind. Und während die bordeauxarbenen Modelle wieder verschwanden, muß ein Meisterstück wohl schwarz sein, sei es mit vergoldeten oder auch platinierten Beschlägen. Beim 149 ist alles beim Alten geblieben, nimm ihn, wie er ist, Du hast die Auswahl, Hauptsache sie ist schwarz mit Gold. Wir sehen bei dieser Auswahl bewußt von Edel-(Metall)-Ausführungen ab.

 

Meine Beziehung zu meinen beiden modernen Meisterstücken, einem 149er und einem 146er mit jeweils einer M-Feder, ist von derselben Ambivalenz geprägt, die viele mit dieser Marke und den Meisterstücken im engeren Sinne verbinden. Keine Angst, ich rede mich nicht um Kopf und Kragen und suche irgendeine Auseinandersetzung mit dem großen Anbieter.

 

Wer sich für die MS (Meisterstücke) interessiert, sucht entweder ein möglichst kostspieliges Geschenk für sich oder andere (und da darf es auch teurer sein) oder er sucht ein Schreibgerät als Werkzeug. Prestige oder Funkionalität, Besitzerstolz oder Wichtigtuerei: Wer mag das unzweifelhaft beurteilen. Tatsache ist, daß die MS außerordentlich erfolgreich sind und die Schreiber bei aller Preissteigerung, die ich seit Anfang/Mitte der 90er verfolge, im hochpreisigen Bereich mit Abstand die höchten Bekanntheitsgrade besitzen.

 

Man kann sich diesen Füllhaltern nicht nähern, ohne sich über das obige im Klaren zu sein. Bei keinen anderen Produkten (die LE und die anderen Modelle haben nicht die Bekanntheit oder die Häufigkeit am Markt) findet sich so viel Emotion, positive oder negative, in der Beurteilung. Bei keinem Pelikan Souverän M1000 wird so eindrucksvoll diskutiert und gestritten.

 

In einer rein nüchternen Analyse sieht das in etwa so aus:

Das schwarze Kunststoffmaterial hat eine enorm große Oberflächenhärte, bei halbwegs sorgsamer Benutzung bleiben die MS dauerhaft sehr schön, die Goldplattierungen sind dick und bleiben ohne Abnutzungen. Insgesamt ist die Verarbeitung und die Mechanik enorm gut. Die Schreiber fassen sich sehr hochwertig an, sind nicht zu leicht oder zu schwer. Es gelingt der Marke sehr einfach, obwohl es einfache Farbkombinationen sind ohne Gimmik, das Gefühl großer Hochwertigkeit zu erzielen. Das gilt genauso für den Gewindelauf der Kappe oder den Kolbenlauf. Und: Die MB-Federn sind immer noch sehr schön in ihrem Two Tone und sind das Vorbild in der Gestalt für viele viele andere Federn. An Schönheit, man sehe sich den weißen Glanz der Platinmasken an, sind diese Federn kaum zu übertreffen. Dabei sind die Federgrößen passend zu dem jeweiligen Modell. Der Tintenstand läßt sich ausreichend ablesen, die Tintensichtfensterschlitze passen sehr gut zum Gesamtbild. Ästhetisch einwandfrei. Ich finde, auch der nüchterne vordere Abschluß des Girffstückes ohne Metallteile ist genau richtig. Auch die Größenunterschiede der beiden Kolbenfüllermodelle (andere wie der kleinere 145 oder der Traveller werden nicht besprochen, sind aber qualitativ gleich) und das Design der Teile wie z. B. der Kappenabschluß, sind jeweils geprägt von großer Kenntnis von Form und Gestalt.

 

Die Federn werden in sehr vielen Federstärken angeboten. Schrägfedern sind auch dabei.

 

Wo liegen nun Grundlagen für eine andere Beurteilung dieser Meisterstücke?

Die Preise liegen mit 550 bzw. 660 Euro in einem gehobenen Bereich. 1994 bezahlte ich für einen 146 480 DM und ein 149 kostete 1996 630 DM. Das weiß ich noch genau. Meinen 146er habe ich 1994 gekauft und ein 149 hat mich in den USA 1996 umgerechnet 480 DM gekostet. Big Deal. Seither habe ich aber kein Meisterstück mehr gekauft. Die Erfahrungen mit den Schreibeigenschaften fußen dabei also auf MS der 90er Jahre. Dabei wurde beim 149 die Feder im Werk nachgeschliffen und beim 146 der Tintenleiter ausgetauscht, das muß so 1997 oder 1998 gewesen sein. Seither sind meine MS unverändert und funktionieren, sehen aus wie neu. Daneben habe ich noch einen 164 und 1648 (Sterlingsilber) und einen Alexandre Dumas (mit falscher Unterschrift), meine Frau einen Voltaire (all das sind aber Kugelschreiber). Alle funktionieren ausgezeichnet. Der 164 ist für mich im Handling der beste Kugelschreiber.

 

Wir haben uns inzwischen daran gewöhnt, daß die Hersteller wenig oder gar nicht fragen nach Garantieunterlagen, da werden selbstverständlich Federn modifiziert und getauscht, Bruch getauscht, Probleme mit der Mechanik oder was auch immer i. d. R. kostenlos in Ordnung gebracht. Auch wenn von der Lifetime Guarantee nicht mehr gesprochen wird oder werden darf. Bei Montblanc ist da vieles anders. Man verkauft gerne in eigenen Shops oder über Händler, die einen entsprechenden Jahresumsatz machen. Man verlangt die Richtpreise und geht gegen reduzierte Preise oder entsprechenden Internetverkauf vor. Man präsentiert die Schreibgeräte in einem Gesamtkontext neben Uhren, Lederwaren u. v. m. Montblanc als Marke und Lebensgefühl. Das ist moderne Vermarktung, ganz ohne Frage. Die phantasievollen LE-Modelle sprechen für sich. Viele Marken machen das in ihren Möglichkeiten nach und sehen nach dem immensen Erfolg der MB-Idee.

 

Geht es nun um einen Federtausch, eine Reparatur o. ä. kommt plötzlich die Rechnung ins Spiel. Ist die Federumtauschfrist schon abgelaufen? Wie hoch liegt die Servicepauschale nach Ablauf der Garantie?

 

Vielleicht fällt auch plötzlich auf, daß der Halter XY eines Freundes, der weniger gekostet hat, anders, vielleicht sogar angenehmer schreibt usw.

 

Genau dann fragt sich mancher, ob er nun enttäuscht sein soll oder ob ein Premiumprodukt auch mehr im Service kosten darf.

 

Vorsicht! Das ist keine Kritik an Montblanc. Das ist die Art und Weise, mit der man bei MB Produkte anbietet. Man möchte auch den Fachhandel schützen, möchte in Boutiquen oder größeren Verkaufsbereichen der Geschäft dem Kunden auch eine gute Auswahl und hoffentlich auch Beratung anbieten können. Man meint, Service muß auch was kosten. Es ist nicht einzusehen, daß z. B. einige Marken auch Produkte kostenlos instandsetzen, obwohl diese irgendwo ersteigert oder gekauft wurden und dann eben zu Lasten des Herstellers in Ordnung gebracht werden sollen.

 

Ihr seht, hier steht kein Test oder keine Betrachtung, sondern es steht das Grundsätzliche im Vordergrund. Grundsätzliches, das man wissen sollte, nein muß, wenn man sich für diese hochwertigen und teuren Schreibgeräte, gerade Füllhalter, interessiert.Das gilt für diejenige/denjenigen, die/der nicht nur ein teures Geschenk sucht, sondern ein Werkzeug, das ihr/ihm gefällt und mit dem sie/er gerne schreibt. MS werden auch gerne von Frauen gekauft.

 

Mehr noch als bei anderen Schreibgeräte rate ich, sich für die MS so zu interessieren, als wenn man einen Schuh kaufen möchte. Es muß halt passen. Auch wenn die Wertkonstanz der MS beachtlich ist, so möchte man einen Fehlkauf doch vermeiden. Ich bin der Meinung, daß im hochwertigen Bereich, aber nicht nur dort, ein MS EINE Option ist, aber nicht die einzige. Da ist vieles Geschmacksache. Auch wenn MB die Federn in Hamburg SELBER produziert, was eine sehr gute Sache an sich ist, sind die i. d. R. rigiden Federn ganz anders als z. B. in den 50er Jahren. Die Standardfedern laufen weich, sind rund geschliffen, kommen aber eher dem durchschnittlichen Schreiber entgegen, der vielleicht keinen Füllhalter mehr in den letzten Jahren geschrieben hat. Der mit abgebildete 144 aus den 50 Jahren schreibt ganz anders und seine EF-Feder hat eine enorme Schärfe und ist semiflexibel. Die Ebonit-Tintenleiter sind durch solche aus Spritzkunststoff ersetzt.

 

Nach Auslaufen der Nachfolgemodelle der 146 ab 1959/60 gibt es die 146 seit 1973 wieder und erst in den sptäen 80ern haben sie die heutige Ausführung. Durch Anpassungen an den Traveller hat man die 146-Kolbenfüller in der Große etwas angepaßt. Die 149 gibt es seit 1952. Im Verlauf wurde das durchaus empfindliche Celluloid (Diskolorierung) und die teils empfindliche Mechanik ersetzt.

 

Meine Gesamteinschätzung und Hilfe bei Interesse oder geplantem Kauf:

  • Immer Alternativen ansehen, vielleicht auch auf eine PenShow gehen
  • Federn probieren, nicht alle sind gleich in derselben Stärke
  • Zeit lassen
  • Eigenes Papier mitbringen
  • Sich im Klaren sein, daß der Service ein anderer ist (Federtausch, Garantie etc.)
  • Wissen, daß zum Teil ein MB MS in der Öffentlichkeit auch als Arroganz ausgelegt wird und man darauf keinen Einfluß hat. Ich z. B. nehme solche Stifte nicht so gerne mit, ein großer Pelikan wird eher mit freundlichem Wohlwollen gesehen. Haben viele schon so erlebt
  • Hilfen bei der Reinigung oder beim Tausch (herausschraubbare Federeinheit wie bei Pelikan) wird nicht angeboten, Spezialwerkzeug ist nötig

 

Wer sich über diese Dinge im Klaren ist, wird sicher eine gute Entscheidung treffen können.

 

Ich hoffe, diese Eindrücke sind für Euch nützlich.

 

Viele Grüße

Euer Thomas

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Kommentare: 20
  • #1

    Horst (Montag, 28 Januar 2013 10:27)

    Es mag durchaus sein, dass das Zeigen eines Meisterstück im Meeting als Arroganz oder schlicht Angeberei aufgefasst wird. Das muss der Besitzer abkönnen, und letztlich ist es ja sein Geschmack und sein Geld.
    Und ob man diesen Füller schön oder hässlich findet, liegt wie immer im Auge des Betrachters.

    Ich als Alltagsnutzer würde dieses Produkt nicht verwenden. Für 500 Euro +X ist das mir im täglichen Gebrauch zu schade. Und für Sonntags brauche ich keinen. Deshalb könnte ich mir vorstellen, dass ein grosser Teil der Meisterstücke eher zu Sammelzwecken denn zum Gebrauch dient.

    Ganz grundsätzlich tue ich mich auch schwer mit Gewindekappen. Der Klickverschluss mag nicht so klassisch sein, ist aber zigmal am Tag doch wesentlich praktischer.

    Gruss,
    Horst

  • #2

    Thomas von PAF (Montag, 28 Januar 2013 22:18)

    Hallo Horst. Ja das ist eine sehr persönliche Sache. Wer, aus welchen Gründen auch immer, sich für einen MB interesiert, sollte ihn auf jeden Fall Probe schreiben. Was das Schreibverhalten anbelangt, gehen die Meinungen sehr auseinander. Und ich kann das nachvollziehen. Am meisten gefallen die Meisterstücke, wenn man eine saftige Feder haben möchte und die Rigidität und das runde Schreibkorn bei den Standardfedern gut findet. Ein M1000 ist das genaue Gegenstück und völlig anders.

    Es ist halt wie bei den Schuhen ...

    VG Thomas

  • #3

    E. (Dienstag, 29 Januar 2013 15:10)

    Mit einem MB 144 "Das kleine Meisterstück" hat der FH-Wahnsinn bei mir ja mal angefangen. Hat damals 365 DM gekostet - das war so Ende der 80er / Anfang der 90er. Das Ding (mit M-Feder) ist mein AllTimeFavorite - der musste vor zwei Jahren das erste Mal zum Service, um den Tintenleiter zu tauschen (hat glaube ich so um die 40 € gekostet) und das wars bisher, schreibt und schreibt und schreibt und kommt immer mit ... der ist übrigens so klein und niedlich, dass ich darob der arrogänzlichen Angeberei noch kaum gezeiht werde ...

  • #4

    thomas paf (Dienstag, 29 Januar 2013 20:07)

    Vielen Dank, E., fuer die netten Zeilen. Eine Liebeserklaerung an einen Fueller. War auch mein erster MB. Die Kappe war dann gerissen und ich habe dann auf einen 146 upgedatet, als die Ruecksendung verloren ging.

    Den 146 habe ich noch heute. Es ist der mittlere MB. Der 144 ist ein 50er Exportmodell Masrerpiece mit einer Ef. Habe ich von Harald aus Wien.

    VG
    THOMAS

  • #5

    Philipp (Samstag, 23 März 2013 08:28)

    Das ist wie mit Rolex. Da muss der Träger über den Mutmaßungen seiner Umwelt stehen. Uhrenkenner dagegen schätzen den Service und wissen um die Verdienste der Firma und Qualität der Uhr.

  • #6

    Cosmic (Dienstag, 26 März 2013 15:03)

    Hallo Thomas,
    auch an dieser Stelle noch ein Kommentar. :-)

    Bezogen auf das Image der Marke, trifft Philipp den Kern der Sache. (Deshalb trage ich auch meine 85er Stahl/WG-Datejust so gern.) ;-)

    Erfahrungen mit den jüngeren Meisterstücken habe ich (noch) nicht. Dafür aber mit MB's der 60er und 70er Jahre (ich liebe diese Form). Und auch für das Meisterstück Nr. 12 gilt, was Du oben schriebst: Enorme Oberflächenhärte (die sich dennoch nicht kalt anfasst), sehr dauerhafte Vergoldung, generell sehr gute Verarbeitung und Haltbarkeit.

    Die etwas einfacheren Modelle (31, 420, 321S, Generation) können da nicht so ganz mithalten. Aber auch Ihnen ist eine Tugend der MS eigen: Sie schreiben (ebenfalls) hervorragend.

    Mein MS Nr. 12 ist mir leider ein paar Millimeter zu kurz. Daher war am Sonntag Abend die Freude über einen erfolgreichen ebay-Fischzug eines MS Nr. 14 umso größer.

    Beste Grüße aus Greifswald
    Dirk

  • #7

    pens-and-freaks (Dienstag, 26 März 2013 16:48)

    Vielen Dank, Dirk, für Deine Erfahrungen. Die alten MB sind ganz ohne Zweifel häufig exzellente Schreiber, haben aber auch zahlreiche Haltbarkeitsprobleme mit Diskolorierung, Defekte im Fuellsystem und bei de Duroplasten Rissprobleme.
    Die neuen Modelle seit den 90ern haben eine eigene Ausrichtung.
    Ich bin da eher bei den alten. Alles andere ist reine Geschmackssache.

  • #8

    Frank (Sonntag, 26 Mai 2013 19:34)

    Schreibgeräte haben mich seit frühester Jugend fasziniert. Ein MB MS 149 verkörpert aus meiner Sicht optisch gesehen den perfekten Kolbenfüllhalter. So bekam ich Mitte der Neunziger ein Exemplar von meiner Frau zu Weihnachten geschenkt. Welche Freude, nur, schreiben konnte ich mit dem Ding nicht. Da wir damals in Hamburg wohnten, führte mich der Weg nach den Feiertagen in die Montblanc Boutique, um die Feder zu tauschen. Ich glaube, ich war mindestens 3 Mal dort. Meine Schrift paßt nicht zu den Federn, war die lapidare Auskunft. Letztendlich wurde mir der Kaufpreis mehr oder minder entnervt erstattet und eine Straßenecke weiter habe ich dann einen Omas Paragon erstanden. Von Anfang an perfekt für meine Schrift. Irgendwann habe ich einen zweiten und dritten Anlauf unternommen, mich mit MB anzufreunden. Mit einen 146 mit M-Feder konnte ich mich so leidlich anfreunden. Trotz unterschiedlicher Tinten bleibt der Tintenfluß sehr dünn. Ein sogenanntes "kleines" MS mit Konverter ist bisher der Einzige, der ein gutes Schriftbild liefert. Für mich persönlich sind die Federn wohl einfach zu hart. Schade, denn optisch immer noch unschlagbar!

  • #9

    pens-and-freaks (Sonntag, 26 Mai 2013 21:44)

    Danke, Frank, für die sehr persönlichen Informationen.

    VG Thomas

  • #10

    Raimund (Dienstag, 18 Juni 2013 18:01)

    Ich benutze seit über 30 Jahren MB Füller zum normalen schreiben, d.h. auch z.B. für Notizen oder Einkaufszettel. Alternativ benutze ich einen Bleistift, um z.B. Skizzen anzufertigen, Kugelschreiber verwende ich überhaupt nicht, da sie mir zu unkomfortabel sind. Die Kappenmechanik der Meisterstück mit Klickverschluss (die ich zunächst benutzte) waren nach 5 bis 10 Jahren ausgeleiert, sodass die Kappe nicht mehr fest saß, sodass ich mir vor etwa 12 Jahren einen Chopin kaufte. Über einen 146-er bin ich dann zum 149-er gekommen, der mir einfach passt.
    Ich hatte noch nie das Gefühl, dass mich jemand als arrogant oder als Angeber angesehen hätte, weil ich mit einem 149-er schreibe.
    Übrigens trage ich keine Rolex sondern eine Zenith ElPrimero mit Vollkalender und Maßschuhe.

  • #11

    pens-and-freaks (Dienstag, 18 Juni 2013 20:41)

    Legendäres Uhrwerk, ist mir bekannt. Trage eine robuste Citizen ProMaster mit Stahlband und Automatic-Werk. Danke, Raimund, für Deinen Kommentar zu den Meisterstücken. Ich halte gerade den 149er auch für einen sehr gut konstruierten Halter, der nicht einmal so klobig in der Hand liegt.

    VG Thomas

  • #12

    Stephan (Freitag, 21 Juni 2013 02:11)

    Die Meisterstücke sind wirklich sehr schön. Aber mit der Feder meines MB 149 komme ich einfach nicht klar. Zudem hat das gute Stück Probleme mit dokumentenechter Tinte. Die Anschreibprobleme nerven einfach.

    Ich habe mir nach langer Recherche vor zwei Tagen einen Lamy 2000 mit einer B-Feder gekauft und bin absolut begeistert: super verarbeitet und ausbalanciert, keine Anschreibprobleme und selbst mit der dokumentenechten MB-Tinte ein satter Tintenfluss! Der Lamy 2000 schreibt selbst dann auf Karteikarten sofort an, wenn ich ihn länger offen auf meinem Schreibtisch habe liegen gelassen. Das hat mein 149er nicht getan.

    Ich glaube, dass ich den perfekten Füllhalter für meinen Alltag gefunden habe. Und das Design überzeugt mich auch.

    Stephan

  • #13

    Thomas PAF (Freitag, 21 Juni 2013 12:47)

    Danke Stephan. Werde den Kommentar auch zum Lamy 2000 kopieren.
    VG Thomas

  • #14

    Frank (Donnerstag, 29 August 2013 13:25)

    Nachtrag zu meinem Beitrag im Mai:
    Nachdem mich der schlechte Tintenfluß meines 146 MS doch fürchterlich störte, habe ich das gute Stück über einen Fachhändler nach Hamburg schicken lassen. Der Kuraufenthalt an der Alster von fast 10 Wochen hat sich aber sehr gelohnt. Seitdem schreibt der 146 nahezu perfekt! Satter Tintenfluß, keine (!) Aussetzer mehr beim Anschreiben. Bei Lupenbetrachtung fällt jetzt eine kleine Öffnung unterhalb der Feder auf. Ich glaube, die war nicht immer dort, ist mir jedenfalls nicht aufgefallen. Wie dem auch sein, dieser kleine operative Eingriff hat nahezu ein kleines Wunder bewirkt. Chapeau, hätte ich so nicht erwartet!

    Frank

  • #15

    Thomas PAF (Donnerstag, 29 August 2013 20:08)

    Ja, Frank, ist oft eine Frage der Justage und eines korrekten Schliffs. Da hier mehr von Hand gemacht wird, ist das individueller, aber eben manchmal auch schlechter als bei einer Massenfertigung von Stahlfedern. Fast jeder hat inzwischen die Erfahrung gemacht, daß es bei Golfedern viel mehr zu kritisieren gibt out of the box. Schön, daß die MB-Leute das hinbekommen haben. Die haben grundsätzlich im eigenen Haus die Fähigkeit, Federn zu fertigen und anzupassen. Rigidität und Schliff-Formen bei modernen MB sind aber nicht meins. Das gibt aber auch für andere Marken. Ich bin da ja sehr offen in meiner Darstellung.

    VG Thomas

  • #16

    Thomas PAF (Montag, 16 September 2013 18:47)

    Nein. Keine Verkaufsangebote.

    Dafür gibt es andere Webseiten wie penexchange.
    Ich bitte um Verständnis.

    Thomas

  • #17

    Frank (Dienstag, 24 September 2013 20:10)

    Danke Thomas, für Deine Einschätzung! Ja, die Rigidität der MB ist schon sehr gewöhnungsbedürftig. Ein krasser Gegensatz zu meinem Visconti Divina mit Iridiumfeder, die an Elastizität kaum zu überbieten ist.
    Der MB ist jetzt zumindest alltagstauglich, selbst in einem KH, und das war ja mein Ziel.
    LG Frank

  • #18

    Thomas PAF (Dienstag, 24 September 2013 23:59)

    Danke, Frank, für die Rückmeldung. Montblanc versucht mit den heutigen Federn, dem einfachen Schreiben mit nicht mehr an Federn gewöhnten Kunden entgegenzukommen. Das tun auf ihre Weise andere Firmen auch. Wir können umgekehrt froh sein, daß es noch Firmen gibt, die ihre eigenen Federn fertigen. Nochmals zur Erinnerung: Die meisten, auch veritablen Hersteller lassen ihre Federn von Spezialfirmen herstellen, meist aus "Germany".

    VG Thomas

  • #19

    Brillenträger (Dienstag, 13 November 2018 14:01)

    Ein Montblanc ist schon seit Jahren kein Statussymbol mehr, da scheinbar mehr chinesiche Fakes als Originale sich in den Brusttaschen befinden.

  • #20

    Pens and Freaks (Dienstag, 13 November 2018 18:26)

    Über die Montblanc gehen die Meinungen auseinander, mehr als bei jeder anderen Marke. Wir können hier nur versuchen, die Eigenschaften der hier vorgestellten Schreibgeräte darzustellen.