26.10.2022

Sehr geehrter Herr Baier,

den beigefügten Text und das Bild wollte ich eigentlich im Kommentarbereich
zum Eintrag "Warum es empfehlenswert ist, mit Feder und Tinte zu schreiben"
unterbringen. Dort habe ich einen Kommentar gefunden, der auf eine
Medienverknüpfung hinweist. Vielleicht würde er dort passen?
Leider kann man keine Bilder hochladen. Ohne das Bild macht der Text aber
auch keinen Sinn.
Sehen Sie eine Verwendungsmöglichkeit für meinen Beitrag?
Sonst schieben Sie die Dateien in den Papierkorb.

Mit freundlichen Grüßen
Siegfried L.

 


PDF:

 

Warum es empfehlenswert ist, mit Feder und Tinte zu schreiben.
Hauptbezug „Medienverknüpfung“ in den Kommentaren
 
Über einen Mülleimerfund beim Ausräumen meines Elternhauses bin ich wieder zum Füller
gekommen. Degussa 14-ct Goldfeder im Mülleimer! Auch die überstrapazierte und wackelig sitzende
Feder war kein Grund für Hoffnungslosigkeit. Herr Fiebig, Interpens Magdeburg, schaffte Abhilfe.
Nun schreibt der Füller und schreibt und schreibt, mit extrem flexibler Feder mit schöner
Strichbreitenvarianz.
Meist findet die Verwendung des guten alten Füllfederhalters in heutiger Zeit nur im Zusammenhang
mit handgeschriebenem Brief auf erlesenem Papier Erwähnung. Das Anwendungsspektrum ist jedoch
auch im digitalen Zeitalter vielfältiger. Zwei Anwendungen zeige ich hier auf.
Einerseits lässt der Korrekturbereich in Schulen den Füllereinsatz noch vorteilhaft erscheinen. Eine
Wirtschaftlichkeitsbetrachtung mag jeder für sich selbst anstellen. Vereinzelt sieht man im Netz
Suchanfragen nach 1 Liter-Gebinden mit roter Tinte.
Das beigefügte Bild illustriert die Verknüpfung alter und neuer Medien. Hier ist mein
Videokonferenzarbeitsplatz für den Schulunterricht aus dem Homeoffice in Corona-Zeiten mit 2 PCs,
5 Monitoren (4 sichtbar), Dokumentenkamera und Pelikan 400 und 400 NN auf Retrotintenfass
dargestellt. In Ermangelung eines Tablets habe ich die „Tafelaufschriebe“ mit Füllern auf billigem
Papier und über Dokumentenkamera an die Schülerinnen und Schüler übertragen, auch weil ich
gerne mit Füllern schreibe. Tower, Scanner, Laser- und Farbtintenstrahldrucker sind auf dem Bild
nicht zu sehen. Die Füller mit unterschiedlichen Federstärken ermöglichen schnelle und gut lesbare
mathematische Aufschriebe: Gleichungen, Integrale etc.
Es versteht sich, dass man für seine Ausrüstung als Lehrer weitgehend selbst sorgen muss. Und eine
lachende Fratze auf einem Werbebild garantiert noch keinen curriculumskonformen oder gar guten
Videokonferenzunterricht!


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Kommentare: 2
  • #1

    Pens and Freaks (Samstag, 29 Oktober 2022 18:34)

    Hallo Siegfried!
    Herzlichen Dank für Deinen Beitrag. Gerade die Schule stellt viele Weichen heutzutage auch zwischen analog und digital. Da ich in den 80ern gerne Lehrer geworden wäre, so ist es halt der Internist und Kardiologe geworden, bin ich mir darüber im klaren, wie wichtig digital sein kann und wie unwichtig es vielfach für die persönliche Entwicklung ist, oder wie nachteilhaft.

    Studien in amerikanischen Bundesstaaten hatten vor Jahren ergeben, daß die Kinder der Grundschulen, die digital aufwachsen, erheblich zurück sind. Vielfach oder vielleicht sogar komplett wurden diese multimedialen digitalen Unterrichtsstile wieder zurückgenommen.

    So ist es auch mit der Entwicklung einer Handschrift. Ich finde, daß ein junger Mensch gut lesen und schreiben lernen muß und sich mit einer selbstbewußten Handschrift mitteilen können muß. Er muß sich selber entwickeln und so gefördert werden, daß er selbstbewußt und mit Werten und Charakter seinen eigenen Weg gehen kann. Jeder hat seine starke Seite, auf die er stolz sein kann. Ihr seht schon hier, irrsinniges Gendern (wie das ja so heißt als Framing, haha!) gibt es hier nicht. DER MENSCH.
    Und daher ist ein klassisches Schulsystem in der Grundschule, das auch zu einer guten Schrift führt, essenziell. Dazu gehört in der ersten Klasse für mich Griffel und Schiefertafel genauso wie die großen Pelikanblöcke mit den Wachsmalstiften. Als Kind der 60er bin ich Anfang der 70er zur Schule gekommen und wurde noch nach der Buchstabenmethode (den Linkshändern wurde leider letztmalig in diesem Schuljahr in diesem Bundesland ins Gesicht geschlagen, wenn sie den Stift nicht in die rechte Hand nahmen. Es war also nicht alles gut und auch manches schlecht.) und ohne Mengenlehre unterrichtet.
    In der 2. Klasse gehörte dann neben dem Bleistift der Schulfüller dazu, ob Geha oder Pelikano.
    natürlich hat die Lateinische Ausgangsschrift so ihre Nachteile. Die heute vielfach verwendete, scheinbar moderne Vereinfachte Ausgangsschrift hat aber auch ihre Nachteile, verführt sie doch zur Druckschrift und führt zum Verlust, eine verbundene eigene Handschrift zu entwickeln und zu pflegen.
    Das war nötig, wenn wir uns über Füllfederhalter unterhalten. Denn je analoger, je kreativer desto füllhalterfreundlicher wird das eigene Aufzeichnen von Gedanken.
    Eine leichte Hand, die nicht verkrampft, eine lesbare Schrift als Ausdruck von Respekt vor dem Adressaten, das Aussuchen von Papier, Tinte, Feder etc. ist ein Kulturgut wie Musizieren oder Kunst.

    Vielen Dank nochmals, Siegfried, für deine Informationen in Wort und Bild.

    Ich hoffe, wir alle können dazu beitragen, die Freude am Schreiben [die Freude am Fahren sowieso :)] zu erhalten und zu fördern.

    Viele Grüße
    Thomas

  • #2

    Pens and Freaks (Samstag, 29 Oktober 2022 18:36)

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