PARKER Duofold Big Red

Oben das aktuelle Modell, unten das Modell der ersten Serie Parker Duofold Big Red von ca. 1995
Oben das aktuelle Modell, unten das Modell der ersten Serie Parker Duofold Big Red von ca. 1995

Der Big Red ist eine Ikone. Vorgestellt vor etwa 100 Jahren führte er die Farbe ein bei Schreibgeräten! In den 90ern besann sich Parker, damals noch zu Gillette gehörend, auf den alten Duofold und brachte neue Serien in Schwarz und marmoriert. Damals war es recht neu im Bereich der massenproduzierten Schreibgeräte, daß man Acrylglas einsetzte. Dies wurde aus Stangen abgedreht. Das war entsprechen teuer.

Mitte der 90er entstand die Wiederauferstehung des Big Red als limitierte Fassung. Darunter war neben dem Füllhalter ein Kugelschreiber und ein Drehbleistift mit 0,9 mm-Minen.

Oben seht ihr die aktuelle Version, die etwas dicker und ein wenig orangefarbener ist. Das Modell unten ist etwas rötlicher.

Ich persönlich finde den alten Entwurf ansprechender. Einem Kauf konnte ich mich bei einem sehr guten Preis nicht entziehen.

Das Urspungsmodell hatte ich meiner Ehefrau gekauft. Sie mag den Duofold auch heute noch sehr. Für eine Bewerbung hatte ich bei der Hospitation damals den Duofold als Talisman mitgenommen und in den Arztkittel gesteckt. Später habe ich mich daran nicht mehr erinnert. Die Stelle, übrigens, bekam ich. Jahre später konnte ich dort auch noch den Facharzt für Kardiologie machen.

Der Kugelschreiber blieb verschwunden. Ich glaube, sogar mehrere Jahre lang.

In der Zwischenzeit kaufte ich meiner Frau einen zweiten.

Dann wurde, warum auch immer, der Arztkittel irgendwo ausgepackt. Ich hatte diesen offenbar an der neuen Arbeitstelle nicht mehr verwendet.

Und siehe da: Er steckte in der Arztkitteltasche!

Und so hat meine Gattin zwei dieses Typs!

Letztlich hat mir der Duofold viel Glück gebracht.

Und nun habe ich auch meinen eigenen. Ein besonderes Modell im Design und auch für mich!

Einzig, daß sich der Drehgriff am hinteren Ende gerne abschraubt, ist nicht so schön und die Parker-Großraummine klackert ein bißchen.

Wen stört´s. Mich nicht. Der Duofold ist für mich eine Besonderheit geblieben.

 

Viele Grüße

Thomas

 

Links Modell 1995. Der alte Kappenabschluß gefällt mir besser.
Links Modell 1995. Der alte Kappenabschluß gefällt mir besser.

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Kommentare: 2
  • #1

    Gregor (Dienstag, 05 Oktober 2021 09:46)

    Moin Thomas,
    witzige Geschichte!
    Was für diplomatische Turbulenzen mag das ausgelöst haben, als deine Frau bemerkte, dass du ihren Stift verbummelt hattest?

    Ich gestehe, der spricht mich nicht an. Zu viel 'bling' in rot mit den üppigen goldenen Akzenten.
    Aber gerade solche Geschichten schaffen ja auch eine persönliche Verbindung zu "unseren" Schreibgeräten.

    Gruß von der Küste
    Gregor

  • #2

    Pens and Freaks (Dienstag, 05 Oktober 2021 21:03)

    Hallo Gregor, vielen Dank für Deinen Kommentar.
    Um auf das Wesentliche zu kommen: Der Stift war plötzlich nicht mehr da, der zeitliche Zusammenhang zu dem Vorstellungstermin war aber nicht mehr gegeben. Ich hatte ihr dann einen zweiten gekauft. Und damit war ja alles in Ordnung. Als es klar wurde, haben wir gelacht.
    Der Duofold-Kugelschreiber basiert auf dem Klassiker als Drehbleistift. Das Design, das damals auch andere hatten, ist also sehr klassisch.
    Ich persönlich mag den Big Red und seine Abkömmlinge sehr.
    Der Füllhalter in Big Red ist für mich heute der einzig vorstellbare moderen Duofold. Von den alten aus den 20ern und 30ern habe ich einen schwarzen und organgefarbenen.
    Das sehr pointiert erscheinende Orange mit Gold und dem dominanten Drehknopf ist demnach ein aboluter Klassiker.
    Natürlich mag man das oder auch nicht.
    Lustig ist sicher auch, daß ich gerade mit Kugelschreibern viele eigene Geschichten verbinden kann. Sehr merkwürdig.

    Viele Grüße
    Thomas