Wenn man nach einer guten Schwarztinte sucht, kommt einem die Lamy schwarz nicht so einfach in den Sinn. Man denkt an Aurora schwarz, J. Herbin Perle Noire, Noodler´s Dark Matter (oder andere der zahlreichen von Noodler´s), an die Platinum Carbon Ink Black und viele mehr. Viele von denen habe ich auch bereits bei den Dokumentenechten vorgestellt.
Bei schwarzer Tinte zählt in erster Linie das: Sie muß absolut schwarz sein. Kein Grau, kein braun oder rötlich verfärbtes Dunkelgrau - und sie sollte für manche Nutzer viel Resistenz zeigen.
Für Künstler hat sich die Platinum Carbon Ink Black bewährt in bezug auf Lichtechtheit und Wasserfestigkeit. Sie ist aber nicht tiefschwarz.
Tiefschwarz ist die de Atramentis Dokumententinte schwarz, aber sie hat Eigenschaften mit ihrem recht breiten Fluß, die nicht für jeden richtig sind, der nur schwarz schreiben will.
Keiner, fast keiner denkt an die Lamy schwarz, die so einfach zu bekommen ist. Leider ist sie im Faß nicht mehr so günstig wie früher, alternativ kann man die Großraumpatronen in Lamy-Füllhaltern verwenden. Ich selber verwende sie mit Patronen in einem Lamy AL-star schwarz und aus dem Faß in einem Diplomat Viper schwarz.
In beiden Haltern macht sie einen ausgezeichneten Eindruck. Tiefschwarz, guter Fluß, kein Ausbluten oder Durchdrücken. Die Schrift bleibt auch unter Wassereinfluß bestehen, allerdings verschmiert die Schrift dabei erheblich. In der Papierchromatopgraphie zeigt sie ein einheitliches Schwarz.
Hier noch die Bilder:


Die Papierchromatographie und der Wassertest als Fotos (iPhone 17 pro):
Zusammenfassende Beurteilung:
Die Lamy schwarz ist eine Überraschung, vereinigt sie sehr gute Schreibeigenschaften mit tiefem Schwarz. Die Verfügbarkeit ist sehr gut. Das Preis-Leistungsverhältnis geht in Ordnung, gerade wenn man Patronen einsetzt und mit einer feinen Feder schreibt und die Tinte nicht austrocknet. Das Faß hält unter solchen Bedingungen dann auch lange durch - mit 30 oder 50 mL.
Schwarze Tinten laufen häufig recht breit, wie die Aurora schwarz oder drücken durch wie die J. Herbin Perle Noire. Ob man mit den Resistenzeigenschaften zurechtkommt, muß jeder entscheiden, Für mich spielen sie keine Rolle.
Ich hoffe, der Beitrag ist für euch nützlich.
Viele Grüße
THOMAS
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Alexander (Montag, 16 Februar 2026 10:31)
Hallo Thomas, interessant. Die Lamy Schwarz hätte ich nicht vermutet. Ich hatte vor Jahren mal Patronen davon und die Tinte war nach meiner Erinnerung okay, allerdings ist Schwarz nicht meine bevorzugte Schreibfarbe. Daher habe ich sie wahrscheinlich nicht mehr nach gekauft. Im Glas habe ich sie zuletzt im Netz für 8,95 Euro/50 ml gesehen.
Ich nutze seit einiger Zeit ab und an die Kaweco, Pearl Black (12,95 Euro/50 ml). Die ist m.E. nicht wasserresistent, aber das ist für meinen Einsatzzweck nicht entscheidend. Die Ergebnisse können natürlich variieren, weil du eher feine Federn bevorzugst und ich eher breite (meistens B oder BB).
Pens and Freaks (Montag, 16 Februar 2026 21:16)
Danke, Alexander. Viele Grüße Thomas